Wir waren Diözesankönig von Aachen....

Unsere Schützenbruderschaft hatte im Jahr 2017/18 mit Stefan & Sabine Doncks die Ehre, das Diözesankönigspaar Aachen zu stellen.

Das Jahr war für unsere gesamte Bruderschaft ein einmaliges Erlebnis.

Auch wenn es für die beiden, aber auch für die gesamte Mannschaft, die sie bie ihren Auszügen begleiteten ziemlich anstrengend.

Trotz alledem war es eine wunderschöne Zeit, die wir niemals vergessen können.

 

"Wir haben Geschichte geschrieben“

Diözesankönig Stefan Doncks blickt auf seine Amtszeit zurück. Viele Highlights und neue Freundschaften.

Von Caroline Niehus

 

Stolberg Über 6500 Kilometer, mehr als 70 Termine und Ausflüge quer durch Nordrhein-Westfalen und die Grenzregion: Das ist die Bilanz der Amtszeit von Diözesankönig Stefan Doncks. Nach einem guten Jahr hat diese am vergangenen Wochenende in Xanten ihren Abschluss gefunden. Traurig ist Doncks nicht, er ist schlicht und ergreifend dankbar und glücklich über den Verlauf. „Es war ein wunderschönes, grandioses Diözesanjahr“, blickt er zurück.

 

Angefangen hat alles im vergangenen Herbst, genauer gesagt am 9. September in Heinsberg. Mit einem perfekten Ergebnis von 30 Ringen sicherte sich Doncks damals den Titel des Diözesankönigs. „Der ganze Platz hat angefangen zu schreien und zu jubeln, ich konnte meinen Namen kaum noch verstehen“, erinnert er sich. Ganz knapp verfehlte er damals außerdem den Titel des Bundeskönigs, der ebenfalls mit 30 Ringen, aber einem minimal besseren Trefferbild gewann. Dass es dazu nicht gereicht hat, findet der Postbeamte im Ruhestand überhaupt nicht schlimm. „Letztlich waren wir glaube ich sogar noch mehr unterwegs“, erzählt seine Frau Sabine lachend.

Das Gebiet der Diözese Aachen reicht vom Niederrhein bis in die Eifel, 55 000 Schützen gehören den etwa 40 Bezirksverbänden an. Aber damit nicht genug, das Ehepaar Doncks war auch immer wieder in den anderen Diözesen unterwegs und reiste somit auch nach Köln, Essen, Paderborn, Trier und Münster.

 

 

„Stolberg ist jetzt nun mal bekannt wie ein bunter Hund.“

 

Stefan Doncks,

scheidender Diözesankönig

 

„Richtig tolle Freundschaften“

 

Mit den anderen Diözesanmajestäten haben sich die beiden einfach gut verstanden, da machten die längeren Fahrten überhaupt nichts aus. „Das wird noch lange Nachwirkungen haben“, ist sich Stefan Doncks sicher, „es sind richtig tolle Freundschaften entstanden“. Ein Wiedersehen wird am 4. November im Aachener Dom bei einer Dankmesse stattfinden. „Das passt irgendwie, denn am 9. November ist die Standartenübergabe, dann ist endgültig Schluss“, sagt Doncks.

Wie viel Stefan und Sabine Doncks in den letzten zwölf Monaten erlebt haben, kann wohl niemand wirklich nachvollziehen, der das Amt noch nicht innehatte. Dass auch die beiden immer noch ein wenig überwältigt sind, wenn sie das Jahr Revue passieren lassen, zeigt sich, wenn man sie nach dem schönsten Moment in ihrer Amtszeit fragt. Immer wieder sprudeln neue Geschichten aus ihnen heraus, festlegen können sie sich einfach nicht. „Eigentlich waren alle Veranstaltungen gleich schön und herzlich“, meint Stefan Doncks.

Highlights habe es viele gegeben. So erinnern sie sich an einen Festzug im Alsdorfer Stadtteil Hoengen: „Als wir gehen wollten, hat man uns zurückgehalten und gesagt, wir könnten doch nicht einfach so verschwinden“, erzählt er. „Dann ist das ganze Zelt aufgestanden und hat uns mit einem Klatschmarsch nach draußen begleitet“, führt seine Frau fort. Doncks Fazit: „Gänsehaut pur, Tränen in den Augen, einmaliges Gefühl!“

Ein weiteres Highlight war selbstverständlich das eigene Diözesanschützenfest, wenngleich es auch eine zusätzliche Herausforderung war. „Aber alle haben sich auf das Fest gefreut, es hat die Bruderschaft noch weiter zusammengeschweißt“, freut sich Doncks. Auch auf den Touren hatten die beiden immer große Unterstützung. Sie seien nie allein gereist, meist waren bis zu 15 Leute an ihrer Seite. „Das kann man denen gar nicht zurückgeben, was sie für uns getan haben“, sagt er dankbar.

Seit seiner Amtszeit kann er außerdem einen außergewöhnlich hohen Zuwachs in der Bruderschaft verzeichnen. Bereits zehn neue Mitglieder habe er aufgenommen, „Stolberg ist jetzt nun mal bekannt wie ein bunter Hund“, scherzt der Brudermeister. Er ist auch ein wenig stolz darauf, dass er der erste Diözesankönig der St.-Sebastianus-Schützen gewesen ist. „Wir haben Geschichte geschrieben“, freut er sich.

Für die Zukunft will Doncks wieder zurück zu seinen Wurzeln, der Titel des Bundeskönigs steht demnach erst einmal nicht mehr auf seiner Agenda: „Ich möchte mich jetzt auf Stolberg und meine Bruderschaft konzentrieren.“

 

 

 

 

Wunsch des Bruders erfüllt

 

 

 

Doncks sorgte übrigens dafür, dass einer von drei Wünschen seines verstorbenen Bruders in Erfüllung gegangen ist. Denn er hatte immer davon geträumt, einmal einen Diözesankönig in der eigenen Bruderschaft zu haben. „Als wir es geschafft hatten, haben viele in den Heinsberger Himmel geguckt“, erzählt Doncks gerührt, „das hat uns das ganze Jahr begleitet.“

Der zweite Wunsch war übrigens eine Bundesprinzessin. Dieser wurde im letzten Jahr mit Svenja Dobbelstein wahr. Sein letzter Wunsch war es, den Bundesjungschützentag mit Zehntausenden Teilnehmern nach Stolberg zu holen. Noch ist dieser Traum nicht in Erfüllung gegangen, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

 

Quelle: Bericht aus der Stolberger Zeitung vom 20.09.2018

Bericht & Bild: Caroline Niehus

Bild: Stefan Doncks
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